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Modulare Architektur

Wie modulares Bauen funktioniert

Der Modulare Bau ist eine moderne Bauweise, bei der Gebäude aus vorgefertigten Raummodulen entstehen, die in spezialisierten Produktionsstätten unter kontrollierten Bedingungen gefertigt werden. Dort werden die einzelnen Module bereits so weit vorbereitet, dass sie wesentliche Bestandteile des späteren Gebäudes enthalten – zum Beispiel Wände, Fenster, Leitungen und je nach Ausführung auch Böden, Sanitärbereiche oder Küchen.

Ein großer Teil der Bauleistung entsteht dabei unabhängig von Wetter, Jahreszeit oder Baustellenbedingungen. Das sorgt für stabile Abläufe, eine gleichbleibend hohe Qualität und eine deutlich effizientere Bauzeit im Vergleich zur klassischen Bauweise.

Sobald die Module fertiggestellt sind, werden sie per Lkw zur Baustelle transportiert. Dort setzen wir sie mithilfe von Kranen passgenau zusammen. So entsteht innerhalb kurzer Zeit ein vollständiges Gebäude. Je nach Projekt realisieren wir Einfamilienhäuser, Doppelhäuser sowie mehrgeschossige Gebäude, aber auch Büro-, Sanitär- und Gewerbeflächen – in einer Bauzeit, die deutlich unter der konventionellen Bauweise liegt.

In der Fertigung kommen je nach Projekt Holz- oder Stahlkonstruktionen zum Einsatz. Besonders bei containerbasierten Lösungen wird häufig der Stahlbau verwendet. Viele Grundrisse basieren auf durchdachten Systemen, lassen sich jedoch flexibel anpassen und bei Bedarf erweitern. So entstehen Gebäude, die sowohl heute funktionieren als auch langfristig auf veränderte Anforderungen reagieren können.

 

Der Bauprozess im modularen Bauen

Modulares Bauen ist ein klar strukturierter Prozess, bei dem viele Arbeitsschritte parallel ablaufen. Während im klassischen Bau nacheinander auf der Baustelle gearbeitet wird, entstehen beim Modulbau Gebäude gleichzeitig im Werk und auf dem Grundstück. Dadurch verkürzt sich die gesamte Bauzeit deutlich – von der ersten Planung bis zur Übergabe vergehen in der Regel nur etwa 2 bis 6 Monate, abhängig von Größe und Komplexität des Projekts.

  1. Bedarf klären und Planung starten

Am Anfang steht die gemeinsame Abstimmung der Anforderungen. In diesem Schritt wird geklärt, welche Nutzung das Gebäude haben soll, welche Größe benötigt wird und ob eine Standardlösung oder eine individuelle Planung sinnvoll ist. Auf dieser Basis entsteht ein erster Entwurf, der Architektur, Funktion und technische Anforderungen vereint.

  1. Planung, Genehmigung und Produktion

Sobald die Planung abgestimmt ist, folgen Bauantrag, statische Berechnungen und die Genehmigungsphase. Parallel dazu wird das Gebäude bereits vollständig in Module aufgeteilt und technisch vorbereitet.

Nach Erteilung aller Genehmigungen beginnt die industrielle Fertigung im Werk. Die Produktion der Module dauert in der Regel ca. 12 bis 16 Wochen. In dieser Zeit entstehen die Module unter kontrollierten Bedingungen – inklusive Wänden, Böden, technischen Installationen und oft bereits Teilen des Innenausbaus.

  1. Vorbereitung, Montage und Übergabe

Während die Module im Werk produziert werden, wird das Grundstück vorbereitet. Dazu gehören das Fundament, alle notwendigen Anschlüsse sowie der Kranstellplatz für die spätere Montage.

Nach Fertigstellung werden die Module zur Baustelle transportiert und innerhalb von wenigen Tagen montiert und miteinander verbunden. Anschließend erfolgen letzte technische Arbeiten und Abschlussprüfungen.

Sobald alle Arbeiten abgeschlossen sind, ist das Gebäude bezugsfertig und kann direkt genutzt werden.

 

Kosten der modularen Bauweise

Die Kosten eines Modulbaus hängen von Größe, Ausstattung und individuellen Anforderungen ab. Im Vergleich zur klassischen Bauweise bietet der modulare Ansatz jedoch ein hohes Maß an Planbarkeit und Effizienz, da ein Großteil der Bauleistung bereits in der industriellen Fertigung im Werk erfolgt. Dadurch lassen sich Prozesse besser steuern und Bauzeiten deutlich verkürzen.

Neben der eigentlichen Modulfertigung umfasst das Gesamtprojekt weitere Kostenbestandteile. Dazu zählen insbesondere die Planungs- und Genehmigungsleistungen (z. B. Architektur, Bauantrag, Statik) sowie die erforderlichen Fundament- und Erschließungsarbeiten, etwa für Strom-, Wasser- und Abwasseranschlüsse oder die Herstellung der Zufahrten. Auch Außenanlagen und projektspezifische Sonderleistungen können Teil der Gesamtkosten sein.

Da Transport und Montage von uns selbst durchgeführt werden, fallen hierfür keine externen Leistungen an.

Die Baunebenkosten liegen in der Regel bei etwa 10–15 % der Gesamtinvestition, abhängig vom Projektumfang, Standort und den jeweiligen Anforderungen.